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Angst ist kein guter Ratgeber


Angst ist eine Emotion

 

 

Leute, kein Mensch hat je behauptet, das Euch das Virus binnen 24h killed, deshalb ist das Sammeln von populistischen Gegenbeweisen genauso wenig förderlich, wie Panik.

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Angst ist eine Emotion

und wir Menschen sind nun einmal emotional, aber die Angst dieser Tage machen sich viele Menschen selbst, weil sie einfach nicht differenzieren und nachdenken. Kein Mensch hat je behauptet, dass uns das Virus alle tötet. Kein Mensch hat je behauptet, das dieses Virus gefährlich ist, im Sinne von tödlicher Bedrohung für uns alle. Es geht in erster Linie um eine ethische Frage. Für ältere Menschen und Vorerkrankte ist das Virus gefährlich. Unterbricht man die exponentielle Kette von Infizierungen nicht, nehmen die Fälle zu, die so erkranken, dass sie entsprechend auf eine Krankenstation müssen. Je mehr und je schneller, desto überlasteter das Krankensystem und dann könnte es eben auch mehr Tote geben, weil man sich nicht um jedem kümmern kann. Und diese Überlastung des Gesundheitssystems gilt es zu vermeiden. Die Angst, die zu Hamsterkäufen führt, macht Ihr Euch selbst. Und diese Angst führt dann auch irgendwann dazu, dass jetzt plötzlich komische Gestalten mehr und mehr geteilt werden, die sich damit Gehör verschaffen, zu erzählen „die verarschen Euch alle, das Virus ist nicht so gefährlich“. Und schon stürzen sich alle drauf, weil man mit diesem vermeintlichen Gegenbeweis wieder aufatmen kann. Dabei ist diese Argumentation völlig unnötig, denn es hat doch nie jemand behauptet dass Euch das Virus alle platt macht. Diese Leute spielen mit Eurer Angst und freuen sich endlich mal Aufmerksamkeit zu bekommen.

Denkt also bitte mal nach. Reflektiert Eure Angst. Schaut Euch die Dinge rational und besonnen an und springt nicht auf jeden Zug, der Euch eine falsche Erleichterung verschafft, die gar nicht nötig wäre, wenn man genau hinschaut. Denn damit wird sonst das nächste Problem geschürt, nämlich Aggression.

Dies soll jetzt aber auch keine Verharmlosung sein, denn ein exponentieller Anstieg ist eben aus ethischen Gründen nicht gut und vor allem nicht fürs Gesundheitssystem und wenn das nicht mehr vernünftig arbeiten kann, dann wird es eben entsprechend unschön und dann auch für mehr Menschen gefährlich, weil sich nicht vernünftig gekümmert werden. Usw. …

Für den Menschen ist die Exponentialfunktion schwer zu verstehen, deshalb kann man sich das Ganze mit der Fabel von dem Schachbrett und dem Reiskorn gut verdeutlichen.

Achtung – aus dem Netz kopiert:

Ein Schachbrett voller Reiskörner

„Wie das menschliche Gehirn an der Vorstellung vom exponentiellen Wachstum scheitert, illustriert besonders anschaulich die Anekdote vom Schachbrett und den Reiskörnern. Dabei handelt es sich um eine Legende, von der verschiedene Varianten existieren: In einer will der indische König dem Erfinder des Schachspiels, genannt Sessa, eine Belohnung für seinen Geniestreich geben. Sessa bat um ein einziges Reiskorn auf dem ersten Feld eines Schachbretts. Auf dem zweiten Feld sollten es dann doppelt so viele sein, also zwei. Auf dem dritten erneut doppelt so viele und immer so weiter bis zum 64. Feld. Wie es ausgeht: Der indische König war erzürnt, weil er dies für eine viel zu bescheidene Bitte hielt. Doch auch er unterschätzte die Macht des exponentiellen Wachstums: Was mit einem einzigen Reiskorn begann, müsste mit einem Schachbrett voll mit mehr als 18 Trillionen Reiskörnern enden – einer Menge, die etwa 500 Milliarden Tonnen wiegen würde. Das entspricht der Summe der derzeitigen Weltjahresproduktion an Reis über einen Zeitraum von 1000 Jahren. In der Legende wird Sessa übrigens je nach Version befördert oder hingerichtet.“

Also, bitte hört Euch immer unterschiedliche Sachen an, denkt darüber nach und bildet Euch Eure Meinung, aber lasst Euch nicht von Ängsten oder Aggressionen lenken.




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